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Reisetipps 2009
Der Montgó - ein Naturschutzgebiet.
Der im Volksmund bekannte "Schlafende Elefant" , der Montgo, der sich zwischen Denia und Javea erstreckt (val: Xavia), ist gerade jetzt im kommenden Frühling ein beliebtes Wanderziel. Obwohl er nur 732 m hoch ist, sollte man sich nicht täuschen. Er birgt auch Tücken. Ein Waldspaziergang ist eine Besteigung des Berges wahrlich nicht. Je nachdem welche Route Sie wählen, sollten Sie auch die entsprechende Ausrüstung anlegen. Aber ein Genuss ist es allemal.
Die Landschaft um den Montgó ist einzigartig. Über 600 Pflanzenarten kann man dort finden. Trotz seines hohen Salzgehalts wachsen sogar Seefenchel und Immergrün auf dem Berg. Etliche Vogelarten sowie Nagetiere, Echsen, Füchse, Wildschweine, Schlangen und viele vom Aussterben bedrohte Tierarten haben dort eine Heimat gefunden. Aufgrund der großen Pflanzen- und Tiervielfalt wurde der Montgó mit einer Ausdehnung von 2150 Hektar am 16. März 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit wollte man die natürliche Landschaft und ihre Lebewesen erhalten und die Gegend vor dem stetig wachsenden Tourismus schützen.
Archäologische Funde - sowohl Keramikreste als auch eine römische Inschrift - bezeugen, dass der Naturpark früher besiedelt war. Wo sich einst alte Kolonien befanden, gibt es heute noch Mandel-, Oliven- und Feigenbäume sowie Weinreben. Man fand außerdem einige terrassenförmig angelegte Gärten, die nun von wilden Pflanzen überwuchert sind.
Der Berg hat die besten Klimabedingungen, eine harmonische Ausstrahlung und verleit ein Gefühl von Sicherheit. Das besondere Heilklima in Dénia hat sogar die Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Immer wieder hört man außergewöhnliche Geschichten, die mit dem Berg zu tun haben. Der Dichter Vicente Blasco Ibáñez verglich den Montgó einst mit der Hand eines Riesen, dessen Finger die Kaps von San Antonio, San Martín, La Nao und Moreira bilden. Nur der Daumen fehlt. Der Schweizer Manuel Cäsar Rauch pendelte vor einigen Jahren seinen Wohnort aus. Er hielt das Pendel über die Landkarte und es zeigte ihm Dénia an. Dort wohnt er nun auf dem Montgó.
Es gab noch mehr Sonderbares: Im August 1999 dokumentierte eine Gruppe nach einem großen Brand auf dem Montgó die Schäden. Erst bei der Filmentwicklung entdeckten sie, dass auf den Felsen die Abbildung einer Frau zu erkennen war. So wie für diese Geschichte gibt es für viele Geschehnisse keine Erklärung. Ob Legende oder Realität, der Montgó hat eine besondere Anziehungskraft. Wenn alles erklärbar wäre, hätte er vielleicht schon etwas von seinem Zauber eingebüßt.
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