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Auch in Valencia drohen der Oper extreme Einsparungen



Oper in Valencia, der Palau de les Arts vor der neuen Spielzeit

Palau de les Arts in Valencia

Auch in Valencia wird gespart.  In den letzten Wochen war vielmals zu lesen: ein Verlustgeschäft sei die Oper, eine Belastung für die öffentlichen Kassen.  Der Finanzminister lies sich zu folgender Aussage hinreisen:  ....."man muss es aus der Welt schaffen".

Was wäre das für ein Armutszeugnis, für eine Stadt wie Valencia.  Allein die Aussage, lässt jedem Kunstbeflissenen und jeden, der die Oper in Valencia kennt, einen kalten Schauer über den Rücken laufen.   Gut, dass das Prestigeobjekt des Stararchitekten Santiago de Calatrava nichts so einfach unter den Teppich gekehrt werden kann.  

Es hat lange gebraucht, aber dann hat Valencia einen grossen Imagegewinn, dank der Oper, verbuchen können. Auf fünf Spielzeiten blickt das Haus nun  zurück, die sechste steht kurz vor dem Beginn. Renommierte Künstler aus der ganzen Welt konnte der Palau de les Arts in den vergangenen Jahren für seine Bühne gewinnen, Meister ihres Fachs, wie der israelische Dirigent Zubin Mehta oder Startentor Placido Domingo sind von jeher mit der Oper verbunden.

Lorin Maazel war Chefdirgent, diese Position übernimmt in diesem Jahr der Israeli Omer Meir Welber. Landsmann Zubin Mehta bleibt Valencia als Leiter des Festivals del Mediterrani erhalten, das unter anderem "Il travatore"  (Der Troubadur) von Verdi und Wagners "Tristan und Isolde" in lyrischer Fassung auf die Bühne bringt.

In dieser Saison 2011/2012 sind 14 Opernvorstellungen geplant.  Darunter Mozarts "Don Giovanni" in einer Inszenierung des Briten Jonathan Miller sowie "Boris Godunow" , eine Vertonung des russichen Komponisten Modest Mussorgski nach dem gleichnamigen Puschkin Drama.

Das grossartige Ensemble des Mariinski Theaters aus St. Petersburg bringt im Dezember die Ballettversion von "Romeo und Julia" nach Valencia, zahlreiche Konzerte folgen.

Placido Domingo ist Schirmherr der dem Opernhaus angeschlossenen Nachwusschmiede "Centro de Perfeccionamiento", die seit Ende 2008 Musiker und Sänger auf höchstem Niveau ausbildet.

Die Nachwuchsschmiede ist nicht das einzige Engagement des Startenors in Valencia. Gleich mehrmals greift Domingo in der kommenden Saison zum Taktstock.

Dass die Stadt trotz Krisen und Kürzungen bis heute mit Größen wie Domingo aufwarten kann, hat das Opernhaus in den vergangenen Jahren mit Sicherheit vor schlimmen finanziellen Einbussen bewahrt.  Dennoch: die Lage des Palau de les Arts ist prekär.

Man versucht mit aller Macht zu sparen. Zu den möglichen Sparmaßnahmen zählt die Landesregierung derzeit Arbeitszeitverkürzung sowie eine verstärkte Umstellung auf Zeitverträge.

Man kann nur hoffen, dass die Bühne auch in Zukunft an die Erfolge der vergangenen Spielzeiten anknüpfen kann.  Derzeit hat Valencia einen Platz in der internationalen Opernwelt, der direkt hinter Mailand, München, New York anzusiedeln ist.   Derzeit arbeitet man am Auftakt der Saison.  In dieser Saison ist sicher noch der bekannte Hauch von Glanz und Glamour, der zum Spielbetrieb gehört, noch vorhanden. Hoffen wir, dass es so bleiben wird.

 

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