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Regionen Spanien
Galizien
Kunsthandwerk und Feste in Galizien

Jahrmärkte und Wallfahrten mit viel Getümmel und Volksbelustigungen sind in Galizien zu einer Institution geworden und werden von kleinen Kunsthandwerkern, die noch einer Volkskunst nachgehen, gern besucht.
Nach wie vor wird Ton verarbeitet - in Buño, Bonxe, Niñodaguia, Salvaterra do Miño und Redondela. In Sargadelos wird Porzellan hergestellt.
Bekannt sind die Spitzen von Camariñas und Muxía, die Holzpantinen von Betanzos, die Exvotos beziehungsweise Weíhgeschenke aus trockenem Brot von San Andrés de Teixido, die Töpferwaren von Gundivós, Silber- und Goldschmiedearbeiten von Santiago de Compostela, die Korbwaren von Noia und die cuévanos, das sind hohe Tragkörbe oder Kiepen aus Kastaniengeflecht von Ribadavia.
Berühmt sind auch die Messer der Provinzhauptstadt Lugo und die Webstühle aus Xinzo de Limia und Viana do Bolo. Große Bedeutung hat das Kunstgewerbe der Steinmetze, wie die zahlreichen Pilger- und Andachtskreuze auf hohen Sternpfeilern am Wegesrand beweisen.
Karneval | Entroido von Xinzo de Limia (Ourense) |
Karwoche | Viveiro (Lugo) und Ferrol (A Coruña), volkstümliche Wallfahrt |
Mai | Weinfest der Weinsorte 0 Ribeiro in Ribadavia (Ourense) |
Fronleichnam | Blumenteppiche in Ponteareas (Pontevedra) |
Juli | A Rapa das Bestas, San Leurenze de Sabucedo |
August | Weinfest des Albariño (Weinsorte) in Cambados (Pontevedra) |
September | Fest zu Ehren der Schutzpatronin A Nosa Señora da Barca in Muxía (A Coruña) |
Oktober | Fest der Meeresfrüchte Festa do Marisco in 0 Grove (Pontevedra) |
Vom zweiten Sonntag im Mai bis zum zweiten Sonntag im Juli feiern die Gemarkungen Galiciens, die wildlebendes Vieh halten, ihr traditionelles Volksfest rapa das bestas.
Die bekanntesten Orte sind A Valga, Torroña, Mougás, Morgadáns, Amil oder Sabuceda in der Provinz Pontevedra; 0 Barbanza und A Capelada in der Provinz A Coruña; und Candaoso in der Provinz Lugo. Der Ablauf ist immer gleich. Bei Tagesanbruch werden die Pferde, die das ganze Jahr über in totaler Freiheit leben, von den Viehzüchtern eingefangen und in die Steineinfriedungen gebracht. Dort werden die Fehlen markiert und Mähnen und Schwänze gestutzt. Später werden einige Pferde verkauft und die restlichen bis zum nächsten Jahr wieder freigelassen.