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Staedte in Spanien
Granada
Sehenswürdigkeiten in Granada

Die Alpujarras sind ein gutes Ziel, wenn man Natur und altertümliche Dörfer sehen möchte. Diese circa 80 mal 30 Kilometer große Berglandschaft mit zerklüfteten Bergen, Wildbächen, tiefen Schluchten und schönen Tälern liegt zwischen der Sierra Nevada und dem Mittelmeer. Die Region ist in ihrer ursprünglichen Art gut erhalten geblieben, da sie sich wegen der abgeschiedenen Berglage relativ isoliert vom Rest des Landes entwickelt hat. Man erreicht die Alpujarras nur über kleine schmale Straßen.
Die südlich der Bergriesen Mulhacén und Veleta gelegenen Alpujarras galten über Jahrhunderte wegen ihrer Lage als kaum einnehmbar. Römer, Araber, Spanier und auch Franzosen versuchten es, aber nur die Mauren konnten über einen langen Zeitraum der Region ihren Stempel aufdrücken. Hierhin flüchteten sie sich nach der Reconquista im Mittelalter und machten aus der Gegend mit Hilfe von ausgeklügelten Bewässerungssystemen eine fruchtbare Landschaft. Die Dörfer und Städtchen bestehen aus kleinen weißen Häusern entlang der Berghänge, woran man zum Beispiel den Einfluss der Araber beim Bau erkennen kann. Info: Die Geschichte und Regligion in Granada
Die Mauren prägten bis ins 16. Jahrhundert die alpine Region. Doch dann wurden sie auch hier vertrieben und der Landstrich mit Einwanderern aus dem Norden besiedelt. Danach versank die Region Alpujarras nahezu in Vergessenheit, bis die Reisenden der Romantik sie wieder entdeckten. Alte Traditionen und Bräuche sind so bis in die Gegenwart erhalten geblieben.
Die kränkelnde Landwirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit machen den Einwohnern heute zu schaffen. Doch für einen Tagesausflug lohnt es sich, einmal durch die kleinen Orte zu fahren, ein bißchen Kunsthandwerk einzukaufen und den Duft unzähliger Olivenbäume zu genießen.
Die interessanten Stadtviertel von Granada

Während der langjährigen maurischen Herrschaft wurden die wichtigsten Monumente und Anlagen, allen voran die weltberühmte Alhambra, geschaffen. Die Alhambra ist nicht nur der älteste, sondern auch der besterhaltenste arabische Palast seiner Zeit. Die auf einer Anhöhe liegende und die Stadt überragende Befestigung war Sitz der letzten moslemischen Könige in Spanien. Auf dem rötlichen Hügel der Alhambra befinden sich die alte "Alcazaba" und die Nasridenpaläste. Dieses Prachtwerk arabisch-granadinischer Kunst, das zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert erbaut wurde, umfasst zahlreiche Gebäude, welche durch Innenhöfe, Gärten und Brunnen miteinander verbunden sind.
Die Alhambra ist eine Palastanlage auf dem Berg mit herrlichem Blick über Granada und besteht aus vier Abschnitten: die Alcazaba (die Festung), der Nasridenpalast, der Palacio de Carlos V und der Generalife
Zugang zur Alhambra: Pro Tag können 7700 Personen die Alhambra besuchen. Es gibt mehrere Möglichkeiten Tickets zu buchen – übers Internet unter www.alhambra-patronato.es, über die spanische Bank BBV oder telefonisch unter +34 902224460. Man kann die Eintrittskarten auch direkt vor Ort kaufen.
Seine feine, liebevolle Bauweise kann man besonders im Patio de los Arrayanes und im Patio de los Leones, im Salón de los Embajadores oder in der Sala de las Dos Hermanas bewundern.
Auf dem selben Hügel liegen auch der Generalife, die einstige Sommerresidenz der Nasridenkönige, sowie der Palacio de Carlos V. Dabei handelt es sich um einen Bau im Renaissance-Stil, in dem sich das Provinzialmuseum der Schönen Künste und das Alhambra-Museum befinden. Ersteres beherbergt eine bedeutende Sammlung von Künstlern des 16. Jahrhunderts, wobei hier vor allem Alonso Cano und Pedro de Machuca erwähnt sein sollen. Ein Besuch im Alhambra-Museum ist eine hervorragende Gelegenheit, die hispano-arabische Kunst von Granada kennen zu lernen.

Auf einer anderen Erhebung der Stadt befindet sich das Viertel Albaicín mit seinem stark arabischen Charakter. Enge, steile Straßen werden gesäumt von Cármenes, den typischen, von Gärten umgebenen Häusern von Granada, alten Moscheen, über denen christliche Kirchen errichtet wurden, sowie kleinen Plätzen wie San Nicolás und San Cristóbal. Von diesen beiden Punkten aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Alhambra und die Gipfel der Sierra Nevada.
Zwischen den alten Stadtmauern, der Puerta de Elvira und der Carrera del Darro hält der Albaicín noch viele weitere Überraschungen bereit. Die arabischen Bäder, die Mudéjar-Verzierungen des Klosters Santa Isabel la Real, der Renaissance-Stil des Palacio de los Córdova und des Klosters Santa Catalina de Siena sowie die beeindruckende Fassade der Real Chancillería sind nur einige davon.
Der obere Teil dieses Hügels wird von dem Viertel Sacromonte beherrscht, wo man die Höhlenhäuser von Granada, die Zambras und die Kapelle Santo Sepulcro entdecken kann.
Zwischen steilen Straßen und dem flachen Teil der Stadt erstreckt sich der so genannte Realejo, das königliche Viertel. Zu seinen wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Carmen de los Mártires, der Campo del Príncipe, das Manuel de Falla Museum und die Casa de los Tiros. Die Herrenhäuser und kleinen Paläste dieser Gegend bilden einen starken Kontrast zur arabischen Struktur ihrer Straßen.
Arabischen Ursprungs ist auch die Alcaicería, früher ein arabischer Seidenmarkt, auf dem man heute Produkte des regionalen Kunsthandwerks erwerben kann, sowie der Palacio de la Madraza, ein hervorragendes Beispiel arabischer Architektur. Die Capilla Real, in der die Katholische Könige bestattet wurden, führt zur Kathedrale von Granada. Die Kathedrale mit gotischem Grundriss wurde nach Plänen von Diego de Siloé, einem der bedeutendsten Vertreter seiner Epoche, erbaut und im Renaissance-Stil fertiggestellt.